11.03.2026

Aus Widerstand und Solidarität. Vorgeschichte und Gründung der Volkshilfe

Buchpräsentation mit dem Autor Alexander Emanuely

Im Rahmen einer Buchpräsentation, die von den FreiheitskämpferInnen Liesing und der Bezirksgruppe Volkshilfe Liesing organisiert wurde, stellte der Historiker und Kulturwissenschaftler Alexander Emanuely sein Werk Aus Widerstand und Solidarität. Vorgeschichte und Gründung der Volkshilfe vor. Das Buch widmet sich den historischen Wurzeln der Volkshilfe und zeichnet die politischen, gesellschaftlichen und menschlichen Entwicklungen nach, die zu ihrer Gründung führten.

In seinem Vortrag beleuchtete Emanuely die Zeit der1920er, 1930er- und 1940er-Jahre, in der Solidarität und gegenseitige Unterstützung für viele Menschen überlebenswichtig waren. Besonders im Umfeld von Widerstand, Exil und sozialem Engagement entstanden Netzwerke der Hilfe, aus denen nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs neue sozialpolitische Initiativen hervorgingen. Vor diesem Hintergrund wurde 1947 die Volkshilfe gegründet – mit dem Ziel, soziale Not zu lindern und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Das Buch zeigt eindrucksvoll, dass die Geschichte der Volkshilfe nicht erst mit ihrer offiziellen Gründung beginnt. Vielmehr reichen ihre ideellen und organisatorischen Wurzeln in eine Zeit zurück, in der Menschen unter schwierigen politischen Bedingungen Verantwortung füreinander übernahmen. Emanuely macht dabei deutlich, wie eng die Entstehung der Organisation mit demokratischen und solidarischen Traditionen verbunden ist.

Der Autor spannte einen historischen Bogen rund um soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlicher Solidarität und eröffnete Perspektiven auf die Gegenwart, indem erinnert wurde, wie wichtig zivilgesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung auch heute sind. 

Der Abend wurde perfekt abgerundet durch Iona Wenninger von der Volkshilfe Wien, die die aktuellen Tätigkeiten der Volkshilfe vorstellte und es somit schaffte von der Vergangenheit in die Gegenwart zu kommen. 

Die Buchpräsentation bot jedenfalls einen spannenden Einblick in ein bedeutendes Kapitel der österreichischen Sozialgeschichte sowie über die Bedeutung von Solidarität in Vergangenheit und Gegenwart.

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